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Reisebericht Städtreise Rom

geschrieben von Bernd Strecker (2015)

Mal ein Reiseziel, welches wir nicht im Programm haben... aber man muss ja gelegentlich auch über den Tellerrand schauen.

1. Tag: 06.03.2015 (Freitag)

Piazza Santa Maria in Rom

Da der Flieger bereits um 07.40 Uhr startet, müssen wir an diesem Tag schon zeitig hoch. Man will ja auch nicht zu spät am Flughafen sein … Da man die Schlangen beim Check-in und bei der Sicherheitskontrolle nicht immer abschätzen kann, sind wir bereits um 06.15 Uhr am Flughafen. Aber manchmal kommt alles anders wie man es denkt: Es stehen keine weiteren Personen am Check-in-Schalter und die Sicherheitskontrolle geht auch ratzfatz, sodass wir bereits um 06.40 Uhr am Gate sind. So haben meine Tochter und ich noch genügend Zeit, unseren Baedecker-Reiseführer Rom ausgiebig zu studieren.
Pünktlich geht es los. In Rom angekommen, haben wir gleich Bekanntschaft mit der italienischen Gelassenheit gemacht. Nach über 20 Minuten am Gepäckband kommen dann endlich die Koffer.
Auf dem Weg zu den Zügen werden wir von Herren angesprochen, welche ihre Taxidienste anboten. Eine Fahrstrecke soll ca. 60 Euro kosten. Wir haben uns jedoch für die Bahn entschieden. Da unser Hotel im Stadtteil Trastevere liegt, nehmen wir nicht den Expresszug nach Termini, sondern den Regionalzug nach Trastevere. Die Bahnfahrkarten kauft man ganz bequem am Fahrkartenautomaten, die einfache Fahrt kostet 8 Euro pro Person und nach ca. 25 Minuten Fahrzeit sind wir auch schon am Bahnhof von Trastevere angekommen. Mit dem Taxi geht es für ca. 10 Euro zum Hotel "Residenza Santa Maria".
Das Hotel habe ich auf Empfehlung eines Kollegen gebucht. Es hat sich als ein kleines und sehr nettes Hotel herausgestellt. Und die Lage ist einfach Top: In ca. 30 Gehminuten ist man am Kolosseum oder am Petersdom.
Da unsere Zimmer aufgrund der frühen Ankunft noch nicht fertig sind, marschieren wir gleich los. Nachdem wir die nähere Umgebung erkundet haben, sind wir in Richtung Kolosseum, eins der Wahrzeichen der Stadt Rom, marschiert. Was für eine lange Menschenschlange! Nach ca. 20 Minuten warten haben wir uns keine zehn Meter vorwärts bewegt. So lasse ich meine Tochter in der Schlange stehen und gehe an den Schlangen vorbei in Richtung Kasse. Dort treffe ich dann weitere Deutsche, die mir erzählen, dass sie bereits über eine Stunde warten und die Kasse sei noch immer nicht in Reichweite. Kurzerhand verlassen wir die Schlange und machen uns wieder in Richtung Trastevere auf. Nach einem leckeren italienischen Abendessen schlafen wir relativ zeitig ein.

2. Tag: 07.03.1015 ( Samstag)

Beeindruckendes Koloseum in Rom

Nach einem leckeren Frühstück und einem sehr guten Tipp von der Rezeption, wie man schneller ins Kolosseum kommt, marschieren wir wieder ins Zentrum. Nach Aussagen der Rezeptionistin besorgt man sich am besten die Eintrittskarten im Foro Romano, diese sind dann zwei Tage gültig für das Foro Romano, den Palatin (Palasthügel) und das Kolosseum. Am besten besorgt man sich das Ticket an den beiden seitlichen Eingängen an der Fori Imperali oder an der Consolazione Del Tulliano, hier wartet man wirklich nur wenige Minuten. Im Gegensatz zum Eingang direkt gegenüber dem Kolosseum.
Gesagt getan und und nach wenigen Augenblicken sind wir im Foro Romano und sehen uns dieses ausgiebig an. Für das Foro Romano und den Palatin sollte man schon 1,5 Stunden einplanen.
Anschließend gehen wir am Ausgang in Richtung Kolosseum und können dank der Tickets an der endlosen Schlange, die sich wieder an den Kassen am Kolosseum gebildet haben, links vorbei und sind nach fünf Minuten drin. Trotz der vielen Menschen (gleichzeitig dürfen bis zu 3.000 Menschen hinein) lohnt es sich wirklich, hier zu sein. Dank Asterix und Obelix und dem einen oder anderen Film kann man sich relativ gut vorstellen, wie es damals hier gewesen sein muss: "Die Spiele mögen beginnen ..."
Das Foro Romano, der Palatin und das Kolosseum geben eine gute Grundlage für die weiteren Stadtbesichtigungen. Wir haben uns bewusst für keine der vielen Stadtrundfahrten entscheiden, da diese unserer Meinung nach kaum Sinn machen: Alles ist fußläufig zu erreichen und man sieht zu Fuß dann doch mehr von der Stadt.
Im Hotel hatten wir eine Übersichtskarte mit allen Sehenswürdigkeiten von Rom erhalten. Diese haben wir dann einfach in der Mitte geteilt und haben diese in zwei Tagen abgeklappert. Und das ging auch wirklich gut.
Am Abend essen wir dann wieder in einer Pizzeria in Trastevere. In diesem Stadtteil reihen sich Pizzeria und Trattoria aneinander. Hier ist wirklich für jeden Geschmack und Geldbeutel was dabei.

3. Tag: 08.03.2015 (Sonntag)

Ein herrlicher Blick über Rom
Der Papst beim Sonntagsgebet

Wieder auf Tipp der Rezeption gehen wir morgens über den Hügel in Trastevere zum "Monumento Del Garibaldi" und haben einen fantastischen Blick über die Stadt. So können wir uns das Geld für die diversen Aussichtstürme sparen. Im Übrigen ist dies wirklich ein netter Spaziergang, um von Trastevere zum Petersdom zu kommen.
Nach ca. einer Stunde kommen wir dann am Petersdom an und erschrecken über diese Menschenmassen – eben noch gemütlich im Grünen gewandelt und nun in einem Meer von Menschen. Was wir nicht wussten: dass jeden Sonntag um 12 Uhr der Papst zu den Menschen auf dem Petersdom spricht. Wir sehen den Papst nur von Weitem, doch hören wir ihn. Wir verstehen ihn zwar nicht, da alles auf Italienisch ggf. Lateinisch ist, trotzdem ist es eine schöne Erfahrung, hier zu sein.
Eigentlich wollen wir danach noch in die Basilica di San Pietro und in das Vatikanische Museum, aber das überlegen wir uns aufgrund der endlosen, langen Schlangen von Wartenden doch ganz schnell anders.
Nun kommt sozusagen der zweite Teil unseres Stadtrundganges mit der Engelsburg  und der Spanischen Treppe und natürlich vielen Kirchen und weiteren Sehenswürdigkeiten zum Tragen.
Am späten Abend noch lecker eine Pizza essen und dann ins Bett. 

4. Tag: 09.03.2015 (Montag)

Engelsbrücke und im Hintergrund ist die Engelsburg zu sehen.

Nach dem Frühstück drehen wir noch eine letzte Runde durch Trastevere. Beim Check-out im Hotel erschrecke ich mich dann doch über die zusätzlich anfallende City Tax in Höhe von 21 Euro, aber dagegen kann man ja nichts machen. Es ist nur schade, dass man bei der Buchung nicht auf so etwas hingewiesen wird.
Mit dem Taxi geht es dann zum Bahnhof von Trastevere und von dort mit dem Regionalzug zum Flughafen. Pünktlich sind wir von Rom nach Hamburg gestartet und entsprechend sind wir dann auch pünktlich und glücklich wieder in Hamburg gelandet.

Es war wirklich eine schöne Reise und Rom ist garantiert auch noch einen zweiten Besuch wert.

Ciao Roma!

Hier noch einige Tipps kurz zusammengefasst:

Verkehrsmittel
Rom verfügt über ein sehr dichtes Bus- und Straßenbahnnetz. Die Fahrkarten kauft man an den Kiosken in der Nähe der Station. Die Fahrkarten kosten 1,50 Euro und sind insgesamt 100 Minuten gültig. In dieser Zeit kann man x-mal umsteigen. Achtung: Die Fahrkarte muss unbedingt beim ersten Betreten des Busses oder der Straßenbahn am Automaten entwertet werden.
Darüberhinaus gibt es auch noch einige Metrolinien, welche wir aber nicht benutzt haben. Die sollen aber nach demselben Prinzip funktionieren.

Kriminalität
An vielen Orten wird man darauf hingewiesen, auf seine Wertsachen aufzupassen. Das haben wir auch getan. Passiert ist uns Gottseidank nichts. Im Übrigen haben wir uns auch immer sicher gefühlt, da an allen öffentlichen Plätzen die Polizei präsent ist. Ob die Kriminalitätsrate in Rom höher ist, als in anderen deutschen Großstädten, kann und mag ich nicht beurteilen.

Eintrittsgelder
Bei den Museen, die wir besucht haben, sind Kinder bis 18 Jahren kostenlos und in der Altersspanne von 18 bis 25 Jahren zahlt man nur die Hälfte. Diese Regelung gilt für alle EU-Bürger. Ein wirklich feiner Zug der Italiener. Grazie!

Reiselektüre
Wir hatten – neben der Übersichtskarte vom Hotel – den Reiseführer "Baedecker Smart Rom" zur Verfügung, diesen hatten wir für ca. 15 Euro in Deutschland besorgt. Und dieser hat sich als gut und sehr nützlich erwiesen.

Einreise
Für EU-Bürger reicht ein gültiger Personalausweis oder Reisepass.

Beste Jahreszeit
Ich würde wieder den Frühling oder ggf. den Herbst als Reisetermin wählen. Die Temperaturen waren für eine Städtereise sehr angenehm. Im Sommer können die Temperaturen auch mal schnell 30 Grad und mehr betragen und Schattenplätze sind rar ...
Für den Frühling oder Herbst spricht auch noch die Anzahl der Touristen. Ich empfand es teilweise jetzt schon sehr voll, da möchte ich mir gar nicht die Menschenmassen im Sommer vorstellen.

Wo übernachten
Ich würde jederzeit wieder ein kleines Hotel in Trastevere in der Nähe der Piaza Santa Maria nehmen. Von hier aus ist man zu Fuß – innerhalb von ca. 30 Gehminuten – bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Wer nicht zu Fuß gehen möchte, nimmt von hier einfach die Straßenbahn Nr. 8 und fährt mit dieser in nicht einmal zehn Minuten zum Capitolino. Der Stadtteil bietet abends wirklich viel: Jede Menge Lokale, kleine Geschäfte und abends treten sogar Künstler und Musiker auf.
Den Bereich um den Hauptbahnhof Termini würde ich auf jeden Fall vermeiden.

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