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Reisebericht über Kattowitz und Umgebung

geschrieben von Bernd K. Strecker (2017)

Als ich hörte, dass der Flughafen Hamburg einen neue Flugstrecke nach Kattowitz in Polen bekommt, nahm ich das zum Anlass meine Südpolen Kenntnisse etwas aufzufrischen und so buchte ich gleich den erst möglichen Flug.

1. Tag

Mein Flug nach Kattowitz ging am Abend, so das ich nach der Arbeit direkt zum Flughafen fuhr. Der Vorteil bei einer Kurzreise ist das kleine Gepäck. Wer nur mit Handgepäck fliegt, spart sich bei der Landung das warten am Kofferband und kann die Zeit anderweitig nutzen.
Der Flug selbst dauerte nur ca. 1,35 Stunden und war mit gerade mal 30 Passagieren nicht ausgebucht.
Mal schauen wie die Linie angenommen wird, denn im Grunde ist Kattowitz ein idealer Ausgangspunkt für Reisen durch Südpolen und in die hohe Tatra.
Pünktlich um kurz nach 20 Uhr landete die Maschine auf dem Flughafen von Kattowitz.

Da ich in den nächsten 2 Tagen nicht nur Kattowitz sondern auch die Umgebung etwas erkunden möchte, hatte ich mir für diese Zeit einen kleinen Mietwagen gebucht.
Beim Mietwagenverleih wurde mir stolz verkündet, dass sie mir einen etwas größeren Mietwagen ohne Aufpreis zur Verfügung stellen würden. Nachdem die Formalitäten erledigt waren und ich auf den Mietwagenparkplatz stand, musste ich doch leicht schmunzeln, da der etwas höhere Mietwagen der einzige Mietwagen auf dem Parkplatz war.
Dank Navi ging die Fahrt zum Hotel in Kattowitz reibungslos und nach ca. 25 Minuten Autofahrt hatte ich das Hotel erreicht.
An dem Abend passierte nicht mehr viel und so lies ich den Abend mit einem Bier an der Bar ausklingen.

2. Tag

Heute hieß es früh aufstehen, hatte ich mir doch einiges für heute vorgenommen.
Zuerst ging es in die ca. 35 Autominuten entfernte KZ-Gedenkstätte Ausschwitz-Birkenau. Ich selbst bin hier zwar schon vor einigen Jahren gewesen, jedoch hatte ich damals noch nicht die gesamte Ausstellung gesehen. Nähere Informationen zu der Gedenkstätte erläutere ich im unteren Teil unter allgemeine Informationen.

Nach dem Besuch der Gedenkstätte ging es weiter Richtung Krakau. Eine wirklich tolle Stadt, die mich schon bei einem früheren Besuch in den Bann gezogen hat. Von weitem sieht man bereits die Wawel Burg, die auf einem Hügel über der Stadt thront. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie die Marienkirche, das jüdische Stadtviertel und das Salzbergwerk hatte ich auf meinen letzten Besuch schon angeschaut. Da ich leider nicht soviel Zeit habe, reicht es nur für einen Besuch des Königsschlosses und einen kurzen Spaziergang über den Marktplatz. Ich empfinde Krakau, neben Danzig, als die schönste Stadt in Polen und wenn auch der Besuch nur sehr kurz war, hat sich mein Eindruck wieder bestätigt.

Gegen Mittag verlasse ich Krakau und nehme meine Fahrt in Richtung Zakopane auf. Die Stadt liegt ca. 100 km südlich von Krakau am Fuße der Tatra. Die Fahrt führt immer höher, bis man dann endlich das Bergmassiv sieht. Obwohl wir Ende März haben und ich bei 20 Grad im T-Shirt unterwegs bin, sind die Kuppeln nach mit Schnee bedeckt.
Zakopane selbst ist ein beliebter und bekannter Wintersportort, jedoch lohnt sich dieser Ort auf jeden Fall auch im Sommer. Er liegt im wohl kleinsten Riesengebirge der Welt und eignet sich hervorragend um von hier die Umgebung auf einer Wanderung zu entdecken  Wer es noch aktiver mag, der kann die Umgebung mit dem Mountainbike erkunden, die Berge erklimmen oder die Tatra aus der Vogelperspektive beim Drachenfliegen geniessen.
Wer es lieber etwas ruhiger angehen mag, kann von hier aus Kutschfahrten in die Natur unternehmen z.B. zum Bergsee Morskie Oko.
Darüber hinaus hat Zakapone eine nette Einkaufsstraße, wo neben den ganz großen Marken auch kleine Kioske und Markstände ihre Waren und lokalen Speisen anbieten. Wer sich ein typisches Mitbringsel mitnehmen möchte, der sollte zu Strickpullovern, Flechtschuhen, auch Krepzy genannt oder dem Schafskäse Osipok greifen.

So langsam sollte ich mich auf den Rückweg nach Kattowitz machen, wenn ich bei Tageslicht noch etwas von der Landschaft sehen wollte. Und so fuhr ich über etliche kleine Dörfer, die am Fuße der Tatra liegen, wieder abwärts.
Am späten Abend erreichte ich dann wieder Kattowitz, wo ich, wie am Abend zuvor, den Abend bei einem Bier ausklingen ließ.

3. Tag

Heute hatte ich mir für den Vormittag die Stadt Kattowitz vorgenommen und so zog ich mit einem Stadtplan und der Kamera ausgestattet los.
Nach gut zwei Stunden und einigen Sehenswüdigkeiten, wie der Christkönigskathedrale, brach ich die Stadtbesichtigung ab. Die Stadt, die zwar zu den grünsten Städten Polens zählt, hat mich nicht überzeugt und so wollte ich die restliche Zeit lieber nutzen, um mich in der Umgebung von Kattowitz umzuschauen.

Also fuhr ich los und landete in dem Ort Ogrodzieniec. Hier konnte ich die Burgruine aus dem 14. Jahrhundert besichtigen. 

Im Anschluss daran, fuhr ich weiter nach Czestochowa (Tschenstochau), wo ich mir das Kloster der Paulinermönche ansehen wollte. Das Kloster liegt auf dem Hügel Jasna Gora, relativ dicht im Zentrum der Stadt. Im August pilgern hier jedes Jahr etliche Gläubige aus ganz Polen, um zu der Schwarzen Madonna zu beten.
Bedauerlicherweise komme ich heute nicht in den Genuss mir diese Ikone anzusehen, denn die Tür ist verschlossen. Trotzdem war allein der Besuch des Klosters schon lohnenswert.
Czestochowa selbst, bietet nicht soviel sehenswertes, aber da es anfing zu regnen, war es mir gerade recht.

Langsam machte ich mit dem Mietwagen Richtung Kattowitz auf, wo ich nach 1 Stunde Fahrzeit den Flughafen erreichte.
Der Rückflug verlief ebenfalls, wie der Hinflug problemlos, nur das er diesmal doch etwas voller war und so endete gegen 22.30 Uhr mein Kurztrip nach Südpolen.

Allgemeine Informationen

Gedenkstätte Ausschwitz - Birkenau
Die Gedenkstätte befindet sich ca. 60 km westlich von Krakau und ist absolut sehenswert.
Von Krakau und Kattowitz werden geführte Touren dorthin angeboten, wer mit dem Auto unterwegs ist, kann direkt zur Gedenkstätte fahren. Vor der Gedenkstätte befindet sich ein Parkplatz, dieser kostet 13 Zloty, das entspricht ca. 3 Euro.
Der Besuch von Ausschwitz selbst ist kostenlos. Die Eintrittskarten für individuelle Gäste, erhält man unmittelbar vor der Sicherheitskontrolle, an einem weißen Kassenwagen.
Je nach Saison und Besucherandrang werden auch Führungen in deutscher Sprache angeboten. Die Führungen dauern ca. 3,5 Stunden und sind kostenpflichtig. Zur Sicherheit sollten diese im Vorfelde gebucht werden. Die Gedenkstätte kann aber auch problemlos individuell erkundet werden.
Generell kann es vor der Sicherheitskontrolle zu langen Schlangen kommen, davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Auf dem weitläufigen Gelände verläuft sich der Menschenandrang relativ schnell.
Die Hinweisschilder sind in polnischer, englischer und hebräischer Sprache aufgeführt. In den einzelnen Ausstellungen gibt es teilweise auch Erklärungen auf deutsch.
Zwischen Ausschwitz und Birkenau liegen ca. 3 km. Es wird ein kostenloser Shuttleservice, der ca. alle 20 Minuten vom Hauptparkplatz fährt, nach Birkenau angeboten. Wahlweise fährt man die 3 km mit dem eigenen Auto, wobei auf dem Parkplatz von Birkenau wieder eine Parkgebühr in Höhe von 13 Zloty anfällt. Eine Ausschilderung findet man unmittelbar an der Ausfahrt vom Parkplatz. Genauso, wie in Ausschwitz, ist in Birkenau der Eintritt kostenlos.

Währung
Polen ist seit 2004 Mitgliedsstaat der EU, der Euro wird vorraussichtlich 2019 eingeführt werden. Die bestehende Währung in Polen ist der Zloty, 1 Euro entsprechen ca. 4,1 Zloty.
Ich habe die besten Erfahrungen beim Eintausch der Währung mit der EC Karte am Geldautomaten gemacht. Hier erhält man in der Regel den etwas besseren Umtauschkurs und spart sich die übliche Kommission, die bei den Wechselstuben anfallen.

Maut
Einige Autobahnen in Polen sind gebührenpflichtig, so auch die A4 zwischen Kattowitz und Krakau. Die Maut beträgt bei der Ein- und Ausfahrt jeweils 10 Zloty. Am schnellsten geht es, wenn man das Geld möglichst abgezählt griffbereit hat.

Weitere Poleninformationen finden sie hier.

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